Von der Avocado bis zur Zwiebel: Was ist für Hunde giftig?

Hunde sind manchmal wie kleine Kinder: Was sie finden, das probieren sie aus. Doch hier droht Gefahr. Nicht nur Reinigungsmittel, Seife und Pestizide, sondern auch zahlreiche Nahrungsmittel können bei Tieren zu schweren Vergiftungen führen.

Die Liste der Gefahrenquellen ist länger, als viele denken. Kakao gehört zum Beispiel dazu. Der Inhaltsstoff „Theobromin“ kann von Hunden nicht abgebaut werden, reichert sich im Körper an und führt zu Vergiftungen bis hin zum Tod. Ähnlich verhält es sich mit der Küchenzwiebel. Egal ob roh, getrocknet oder gekocht, bereits fünf bis zehn Gramm pro Kilogramm Körpergewicht können für einen Hund tödlich sein. Gefährlich für Tiere sind auch manche Früchte wie Avocados oder Weintrauben und der Süßstoff „Xylit“, der in vielen zuckerfreien Kaugummis, Bonbons und anderen Lebensmitteln enthalten ist. Selbst Zierpflanzen wie der allseits beliebte „Ficus benjamini“ sind für Tiere giftig. Natürlich bedeuten auch Putzmittel und Seifen sowie Pestizide wie etwa Rattengift eine Gefahr.

Hauptproblem beim Erkennen von Vergiftungen ist, dass sie oft erst mit einer gewissen Zeitverzögerung auftreten. Das kann von wenigen Stunden bis zu einigen Tagen reichen. Wer sein Tier also nicht dabei beobachtet, wie es eine giftige Substanz aufnimmt, hat oft Schwierigkeiten, Symptome wie Schläfrigkeit oder Durchfall auf eine Vergiftung zurück zu führen. Der beste Schutz für Vierbeiner ist, giftige Substanzen sicher verschlossen oder im oberen Bereich von Schränken und Regalen aufzubewahren. Da auch Süßigkeiten für Hunde gefährlich sein können, sollten Tierhalter darauf verzichten, diese zu verfüttern. Wer seinem Hund zwischendurch etwas Gutes tun möchte, kann auf eigens hergestellte Hundeleckerli zurückgreifen.

Schnelle Hilfe durch den Tierarzt

Was können Tierbesitzer im Notfall tun? „Dem Tier selbst ein Brechmittel oder Ähnliches zu verabreichen, ist nicht ratsam“, warnt Tierarzt Dr. Wilfried Tiegs, da das Tier dadurch geschwächt werde. Zudem könne eine überhöhte Dosis schwerwiegende Folgen haben.

Wer bei seinem Tier eine Vergiftung vermutet, sollte umgehend einen Tierarzt aufsuchen. Schnelles Handeln ist gefragt, da sich bei vielen Vergiftungen die Symptome von vergleichsweise harmlosen Erscheinungen wie Erbrechen hin zu lebensgefährlichen wie Lähmungen der Atemwege steigern. Dr. Tiegs gibt jedoch teilweise Entwarnung: „Vergiftungen treten zum Glück deutlich seltener auf, als die meisten annehmen. Wenn doch einmal der Verdacht auf Vergiftung besteht, deckt zum Beispiel eine Tierkrankenversicherung wie die neue PetCare Versicherung der Helvetia die Kosten für den Tierarztbesuch.“

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