Vorsorge bei Hunden und Katzenkindern: Je früher, desto besser

Appetitlosigkeit, Fieber, Erbrechen, Husten, Durchfall: Auch Hunde und Katzen sind vor Krankheiten nicht gefeit. Impfungen sind die beste Vorsorge dagegen. Bei Hunde- und Katzenwelpen sind diese überaus wichtig, denn wie bei Menschen, so sind auch bei den Vierbeinern die kleinen Nachkommen für gewisse Krankheiten besonders anfällig. Die Ständige Impfkommission der Veterinärmediziner empfiehlt daher, Jungtiere beim Haustierarzt gegen die verbreitesten Krankheiten zu immunisieren.

Hundehalter sollten ihre vierbeinigen Lieblinge gegen die Infektionskrankheiten Staupe, Parvovirose und Leptospirose sowie die Leberentzündung HCC impfen, so die Kommission. Dies sollte in der achten Woche geschehen und in der zwölften und 16. Woche sowie in einem Alter von 15. Monaten wiederholt werden. Ferner empfiehlt das Gremium eine Immunisierung gegen Tollwut in der zwölften Woche und im 15. Monat.

Bei Katzenjungen rät die Kommission zu einer Immunisierung gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche. Freilaufende Tiere sollten zudem gegen Tollwut geimpft werden. Wie auch bei den Hundewelpen sollten die Impfungen zunächst in der achten Lebenswoche erfolgen und in der zwölften und 16. Woche sowie im 15. Monat wiederholt werden.

Mit Impfungen Epidemien vorbeugen

Jährlich werden in Deutschland mehrere zehntausend Hunde- und Katzenwelpen geboren. Viele glückliche Tierliebhaber verwöhnen ihre kleinen Lieblinge mit Hundekörbchen, Kuscheldecken oder Spielzeug. „Eine gute medizinische Versorgung ist aber mindestens ebenso wichtig“, erklärt Tierarzt Dr. Wilfried Tiegs. „Allerdings bemerken wir Tierärzte eine abnehmende Sorgfaltspflicht, was das Impfen von Hunde- und Katzenkindern angeht.“ Dadurch, so Tiegs, steige, neben den gesundheitlichen Risiko für das Einzeltier, die Gefahr einer Epidemie beim Ausbruch von Krankheiten. Die Impfkommission strebt eine Grundimmunisierung von 70 Prozent aller Hundewelpen und Katzenjungen an, um Ansteckungen zu verhindern. Derzeit liege diese bei etwa 50 Prozent, so Tiegs.

Kosten für Impfungen können Besitzer von Hundewelpen und Katzenkindern über eine Tierkrankenversicherung abdecken. „Der Komforttarif der neuen Helvetia PetCare-Versicherung etwa beinhaltet eine Gesundheitsvorsorgepauschale. Darin enthalten sind neben Impfungen auch Wurmkuren, Floh- und Zeckenmittel sowie Zahnprophylaxe“, erklärt Dr. Moritz Finkelnburg, für die Produktentwicklung verantwortliches Vorstandsmitglied bei der Helvetia.

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