Zeckenbisse: nicht nur für den Menschen gefährlich

Wenn im Frühjahr die Temperaturen steigen und Büsche und Bäume zu grünen beginnen, fängt auch die Zeit der Zecken an. Nicht nur Menschen, sondern insbesondere Hunde und auch Katzen können sich durch Zeckenbisse mit Krankheiten infizieren. Zu den häufigsten zählt die sogenannte Borreliose, die in schweren Fällen sogar zu schwerwiegenden Lähmungen und Organerkrankungen führen kann, und die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis).

Für Hunde und Katzen, die durch Gräser und Unterholz streifen, lauert die Gefahr überall: Zecken. Die Parasiten, die für ihre Entwicklung eine durchschnittliche Tagestemperatur von 10°C benötigen, ernähren sich vom Blut ihrer Wirte. Sie leben bevorzugt an Waldrändern, Lichtungen und Bächen, wo sie im dichten Gras und Gebüsch bis zu einer Höhe von 1,30 m auf potentielle Wirte lauern. Kommt ein geeignetes Tier vorbei, lässt sich die Zecke fallen und beißt sich in der Haut fest, wo sie bis zu 15 Tage bleiben und auf das 200fache ihres ursprünglichen Körpergewichts anwachsen kann.

Bei ihrem Biss kann die Zecke über den Speichel Krankheiten wie Borreliose, FSME und auch Babesiose übertragen. Bereits in vielen Regionen Deutschlands sind Zecken mit diesen Krankheitserregern infiziert. Eine vorbeugende Impfung gegen Borreliose, insbesondere in gefährdeten Gebieten oder vor Reisen, kann sinnvoll sein und sollte mit einem Tierarzt geklärt werden. Gegen FSME und die Babesiose gibt es beim Tier, im Gegensatz zum Menschen, derzeit keinen Schutz durch Impfungen. Sollte Borreliose bei einem Tier auftreten, empfiehlt sich insbesondere eine Behandlung mit Antibiotika. Bei FSME und Babesiose muss der Tierarzt auf die symptomatische Therapie zurückgreifen.

Der richtige Umgang mit Zeckenbissen
Da die Krankheitserreger normalerweise erst nach 24 Stunden den Blutkreislauf des Wirtes erreichen, stellt regelmäßiges Absuchen nach Zecken bereits einen gewissen Schutz dar. Beim Entfernen von Zecken ist darauf zu achten, sie vorsichtig mit einer Pinzette oder Zeckenzange gegen den Uhrzeigersinn herauszudrehen. Von „Hausmitteln“ wird dagegen abgeraten, da im Todeskampf der Zecke erst recht Krankheitserreger auf den Wirt übertragen werden.

Wer sich mit seinem Tier häufig in Gebieten aufhält, in denen bevorzugt Zecken leben, sollte ein zeckenwirksames Halsband oder Präparat gegen die Parasiten einsetzen. Tierärzte helfen bei der Auswahl eines geeigneten Mittels.

Kosten für tierärztliche Untersuchungen, Diagnostik und Behandlungen können Besitzer von Hunden und Katzen über eine Tierkrankenversicherung abdecken. Im Komforttarif der neuen PetCare-Versicherung der Helvetia etwa werden nicht nur anfallende Behandlungskosten, sondern auch Vorsorgemaßnahmen wie Impfungen und Zeckenmittel übernommen.

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